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Die Mitteilung des Presbyteriums der Ev. Kirchengemeinde Werste trifft den Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) in der Adventszeit schwer. Künftig soll der VAMV ab Januar 2004 für seine regelmäßig stattfindenden Samstagsgruppenangebote im Paul-Gerhardt-Haus in Bad Oeynhausen-Werste eine monatliche Miete in Höhe von 75 € bezahlen.
Seit fast 20 Jahren führt der VAMV wöchentlich ein Gruppenangebot für alleinerziehende Mütter und Väter mit einem zusätzlichem Kinderangebot in den Räumen des Paul-Gerhardt-Hauses durch. Höchstwahrscheinlich wird mit Beginn des neuen Jahres damit Schluss sein. "Dann werden Alleinerziehende mit ihren Kindern nämlich ohne Bleibe sein" äußert sich der Vorsitzende Elmar Boenig enttäuscht über die neue Regelung der Ev. Kirchengemeinde Werste. Die neue Nutzungspauschale der Ev. Kirchengemeinde Werste kann aus dem sowieso schon knapp bemessen Haushalt des VAMV nicht finanziert werden. "Wir finanzieren fast unsere gesamte Familienselbsthilfearbeit nur aus Mitgliedsbeiträgen. Unsere zum Teil einkommensarme Mitglieder können wir nicht noch mit einem weiteren Betrag für die Raumnutzungsgebühr finanziell belasten", so Boenig weiter.
Die geplante VAMV-Weihnachtsfeier am 3. Advent konnte schon nicht mehr in den gewohnten Räumen der Ev. Kirchengemeinde Werste stattfinden, da die Nutzungsgebühr von 60 € nicht bezahlt werden konnte.
Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter ist nunmehr gefordert, sehr kurzfristig neue und kostenfreie Räumlichkeiten für sein Gruppenangebot, das wöchentlich samstags von 15.00 – 18.00 Uhr für Alleinerziehende aus den Kreisen Minden-Lübbecke und Herford stattfindet, zu finden.
Kontakt zum VAMV kann telefonisch unter der Rufnummer 0 52 24 . 977 5 988 oder unter der E-Mail-Adresse info@vamv-badoeynhausen.de aufgenommen werden.
Dass in Zeiten knapper Kassen auch eine Kirchengemeinde auf der Suche nach neuen Einnahmequellen ist, ist für jedermann nachvollziehbar.
Besonders auffällig ist unserer Meinung nach jedoch die Tatsache, dass zu keiner Zeit ein Gespräch über mögliche Nutzungsentgelte gesucht wurde und dass wir durch einen in der Küche des Gemeindehauses hinterlegten Brief über die für 2004 fälligen Gebühren informiert worden sind - und das ca. vier Wochen vorher, so dass uns in der Vorweihnachtszeit keine Mögichkeit gegeben ist, in Ruhe nach neuen Räumlichkeiten zu suchen.
Auch unserer Bitte, für den Januar die Gebühr auf 30,- € zu reduzieren, damit wir uns auf Basis dieses Kompromisses für die Zeit ab Februar 2004 eine neue Bleibe suchen können, blieb völlig ungehört.
Wir sind sehr an ihrer Meinung zu diesem Thema interessiert. Schreiben sie uns - oder auch dem Vorsitzenden des Presbyteriums der Kirchengemeinde Werste, Hr. Pfarrer Pietsch - was sie von dieser Art der christlichen Nächstenliebe halten.
12/2003
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